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BMD ERP aus Steyr: Was BMD NTCS für Ihr Unternehmen leistet

BMD ist das österreichische Softwarehaus aus Steyr, das Buchhaltung, Lohnverrechnung und ERP unter dem Namen BMD NTCS bündelt. Hier lesen Sie, für wen sich BMD eignet und worauf Sie bei der Einführung achten.

Aktualisiert am 28. Oktober 2026

Wer in Österreich nach einer Unternehmenssoftware sucht, stößt früh auf BMD. Die BMD Software kommt aus Steyr, ist stark im Rechnungswesen verankert und wird traditionell von Steuerberatungskanzleien und ihren Mandanten eingesetzt. Zugleich ist daraus über die Jahre ein BMD ERP gewachsen, das Warenwirtschaft, Lohn, Projekte und Produktion abdeckt. Diese Seite ordnet BMD NTCS ein: Was steckt dahinter, für wen passt es, und wo liegen die Grenzen?

BMD in Kürze: ein Softwarehaus aus Steyr

BMD SYSTEMHAUS GesmbH wurde 1972 gegründet und hat ihren Sitz in Steyr. Der Name ist ein Akronym aus der Gründerzeit: Die Firma hieß damals „Büromaschinen für Datenerfassung und Aufbereitung Vertriebs G.m.b.H.“. Heute nennt BMD mehr als 830 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mehr als 30 000 Kunden im deutschsprachigen Raum. Für das Geschäftsjahr 2024/25 weist die Firmenchronik einen Umsatz von 97 Millionen Euro aus, ein Plus von 8 %.

Das Unternehmen ist nicht nur in Österreich aktiv, sondern auch in Deutschland, der Schweiz, Ungarn, der Slowakei und Tschechien. Als Qualitätsnachweise nennt BMD eine Zertifizierung nach ISO 9001 sowie ISO 27001 für die Sicherheit und das Gütesiegel Cyber Trust Austria Silver. Das Leitmotiv lautet „We make business easy“.

Wichtig für Ihre Einordnung: BMD ist ein Hersteller mit eigener Produktlinie. Wir sind mit BMD nicht verbunden und vermitteln Sie nur an Integratoren, die das Projekt umsetzen. Eine neutrale Gegenüberstellung mit anderen Systemen finden Sie unter Alternativen zu BMD.

Was ist BMD NTCS?

BMD NTCS ist die integrierte Gesamtlösung des Hauses. Die Abkürzung steht für „New Technology Commercial Software“. Das Angebot gliedert sich in vier Familien:

  • Rechnungswesen & Audit
  • Human Resources
  • Warenwirtschaft & ERP
  • Organisations- & Kundenmanagement (DMS, CRM, Projektzeiterfassung, Personaleinsatzplanung)

Das ERP folgt laut Hersteller einer modularen Architektur mit zentralem Datenbestand. Sie können einzelne Bausteine isoliert einsetzen oder als Verbund, der Buchhaltung, Lager, Lohn, Personal, CRM und Projektmanagement verbindet. Eine einheitliche Rechteverwaltung mit fein abgestuften Berechtigungen gilt für alle Module. Das ist im Alltag mehr als eine Formalie: Wer Lohn- und Finanzdaten in einem System führt, muss Zugriffe sauber trennen können.

Welche Bausteine es im Einzelnen gibt, zeigt die Übersicht der BMD-Module.

Wo BMD seine Stärken ausspielt

Rechnungswesen im österreichischen Alltag

Das ist das Kerngeschäft. Die BMD Buchhaltung erkennt Belege per OCR, bucht Bankauszüge mit einem lernfähigen System automatisch und mahnt offene Posten bei Kunden und Lieferanten. Mehrere Buchhaltungen lassen sich parallel führen und konsolidieren. Die Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) wird automatisch erstellt und an FinanzOnline übermittelt. Die Buchhaltung ist angebunden an Kostenrechnung, Anlagen, Lohn, Warenwirtschaft, CRM, DMS, Controlling, Budgets sowie Jahresabschluss und Steuererklärungen.

Für Belege arbeitet BMD mit Finmatics zusammen. Deren KI liest die Daten aus Eingangsbelegen und liefert vorbereitete Buchungsvorschläge direkt in BMD; die Partnerseite spricht von rund 70 % Zeitersparnis bei der Belegverarbeitung. Rund um die Software gibt es die Mandantenplattform BMD Com, die App BMD Go und den KI-Chatbot BMD Fox.

Mehr zu diesem Bereich lesen Sie unter Buchhaltung und Finanzen mit BMD.

Lohnverrechnung nach österreichischem Recht

Die Lohnverrechnung ist ein zweites Standbein. Über die HGKV-Schnittstelle stehen rund 900 Kollektivverträge mit Arbeitszeiten, Zulagen, Sonderzahlungen, Divisoren und Gehaltstabellen vorbereitet bereit. Sie abonnieren die Kollektivverträge, die Sie brauchen, und aktualisieren sie mit einem Klick; automatische Vorrückungen und die Berechnung der Lohnarten sind möglich.

Die Lohnverrechnung tauscht Daten automatisch mit Finanzverwaltung, ÖGK, BUAK und Banken aus. Dazu kommen Spezialbausteine:

  • BUAK-Administration für die Baubranche
  • Pfändungsverwaltung
  • Personalrückstellungen und Abfertigung
  • Reisekostenabrechnung
  • Budgetvorschau aus der Lohnverrechnung

Mitarbeitende rufen Gehaltszettel und Dokumente im Web, in BMD Go oder über ein gesichertes Portal ab. Lohnbuchungen und Buchungen aus der Warenwirtschaft gehen mit einem Klick in die Buchhaltung. Vertiefung: Lohn und Personal in BMD.

Warenwirtschaft, Produktion und Kasse

Die Warenwirtschaft erzeugt automatische Bestell- und Lieferantenvorschläge, überwacht Wareneingänge und verwaltet mehrere Lager, Chargen, Seriennummern und verschiedene Inventurverfahren. Die Fakturierung deckt Rechnungen, Angebote, Aufträge, Auftragsbestätigungen und Lieferscheine ab. Dazu kommen EDI-Schnittstellen, mobile Datenerfassung (MDE), Webshop-Anbindung, Provisionen und Mietverwaltung. Für die Fertigung bietet BMD Produktionsplanung und ein Projektmanagement mit Kapazitäts- und Materialflusssteuerung.

Besonders österreichisch ist BMD Kassa: Die Kassenlösung ist RKSV-konform und manipulationsgeschützt, akzeptiert Bargeld, Karten und Gutscheine und unterstützt Barcodescanner sowie geeichte Waagen. Ihre Daten laufen automatisch in Lager, Buchhaltung und Kostenrechnung. Als Anwender nennt BMD die Konditoreien Sacher in Wien, Salzburg und Graz. Was die Registrierkassenpflicht für Ihren Betrieb bedeutet, erklärt der Ratgeber zur Registrierkassenpflicht und RKSV im ERP.

E-Rechnung und Standards

BMD unterstützt die Formate ebInterface, ZUGFeRD und XRechnung. Das ist relevant, weil Unternehmen im Geschäft mit dem Bund und zunehmend auch mit Geschäftspartnern strukturierte Rechnungen austauschen. Einen Überblick liefert der Ratgeber zur E-Rechnung in Österreich.

Für wen passt BMD?

Der Hersteller richtet sein ERP an kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere in Produktion, Bau, Lebensmittelwirtschaft und bei freiberuflichen Dienstleistern. Zusätzlich gibt es Branchenlösungen für Bau, Gemeinden und kommunale Dienste, Schulen und Steuerberatungskanzleien.

Zielgruppe Warum BMD naheliegt Worauf Sie achten sollten
Steuerberatungskanzleien eigener Zugang im Webshop, Mandantenplattform, Wirtschaftsprüfung, Pakete BMD-Consult Abstimmung mit den Systemen der Mandanten
Produktionsbetriebe Produktionsplanung, Lager, Lohn und Buchhaltung in einem Datenbestand Tiefe der Fertigungsfunktionen im Verhältnis zu Ihren Prozessen
Bauunternehmen BUAK-Administration, Projektmanagement, Branchenlösung Abgrenzung von Kalkulation und Baustellenabwicklung
Handel und Gastronomie BMD Kassa mit RKSV, Webshop-Anbindung, EDI Anbindung des Webshops und der Kassenhardware
Dienstleister Projektzeiterfassung, CRM, DMS, Fakturierung Projektsteuerung im Detail prüfen

Eine Kanzlei-nahe Herkunft ist in Österreich ein echtes Argument. Wenn Ihr Steuerberater ohnehin mit BMD arbeitet, sparen sich beide Seiten Übergaben und Formatbrüche. Prüfen Sie dennoch, ob die Software Ihre Wachstumspläne trägt.

Cloud oder eigener Server?

BMD läuft entweder on-premise oder in der BMD Cloud. Die Cloud arbeitet als SaaS: Eine Internetverbindung genügt, der Zugriff erfolgt per VPN oder Parallels Client, ein lokaler Server entfällt. Gehostet wird in einem Rechenzentrum von Telekom Austria in Linz. Plattform und Rechenzentrum sind nach ISO 27001 zertifiziert; BMD nennt außerdem regelmäßige Sicherungen, eine redundante Auslegung und das Label Cyber Trust Austria Silver. Gesetzliche und technische Updates sind in der Cloud enthalten, die Infrastruktur übernimmt BMD.

Für das mobile Arbeiten stehen BMD Web und BMD Go bereit. Wie Sie die Entscheidung angehen, steht unter BMD Hosting und Cloud; die grundsätzliche Abwägung beschreibt der Ratgeber Cloud-ERP oder On-Premise.

Was kostet BMD?

BMD veröffentlicht einige Richtpreise, aber keine Gesamtpreise für Projekte. Alle Angaben sind unverbindlich und können sich ändern. Sie lassen sich kaufen oder mieten; das Betriebsmodell (Cloud oder vor Ort) ist davon unabhängig, und eine zinslose Ratenzahlung über zwölf Monate wird angeboten.

Position Angabe des Herstellers
FIBU Basispaket, Miete, ein Benutzer 56,16 € pro Monat inklusive Wartung
Jeder weitere Benutzer 17,16 € pro Monat (Mindestlaufzeit 12 Monate)
BMD Cloud ab 43,00 € pro Benutzer und Monat, plus einmalige Einrichtung
BMD Consult II (Kanzlei), erster Benutzer 353,52 € pro Monat
BMD Consult II, zweiter Benutzer 62,70 € pro Monat
Einzelmodul Anlagenbuchhaltung Kore 400,00 €

Diese Zahlen ersetzen keine Kalkulation. Was ein Projekt wirklich kostet, hängt von Modulen, Benutzerzahl, Datenübernahme, Schnittstellen und Schulung ab. Mehr dazu unter BMD Preise.

Einführung, Datenübernahme und Updates

BMD gibt an, Projekte mit international IPMA-zertifizierten Projektleitern von der ersten Analyse bis zum Go-live zu begleiten. Die Datenübernahme aus Altsystemen wird gemeinsam mit dem Projektteam vorbereitet, in der Regel Stammdaten, Bewegungsdaten und offene Posten, einschließlich CRM, Buchhaltung und Anlagen. Für kundenspezifische Erweiterungen gibt es das Team INDIV, das individuelle Entwicklungen umsetzt.

Zu den Updates: Die Versionsnummer von NTCS setzt sich aus Kalenderjahr, interner Hauptversion, Kalenderwoche der Erstellung und Patchnummer zusammen. Es gibt zwei Kanäle, Stable mit Korrekturen und gesetzlichen Änderungen sowie Latest mit zusätzlich neuen Funktionen; beide gelten als für den Echtbetrieb getestet. Nur die Patchnummer lässt sich per WebUpdate einspielen. Ein Hauptupdate installieren Sie auf dem BMD-Server mit aktuellem Lizenzschlüssel, vollständiger Datenbanksicherung und rund 10 GB freiem Speicher; die Arbeitsplätze ziehen beim ersten Start automatisch nach. Jedes Jahresende folgt das Jahresupdate.

Der Umzug von NTCS auf einen neuen Server läuft in fünf Schritten: Neuinstallation, SQL-Sicherung des alten Systems, Kopie der Datei, Umschalten der Clients und Abschluss der Migration.

Support, Schulung und Partner

Beim Support nennt BMD rund 500 zertifizierte Mitarbeiter, davon mehr als 150 qualifizierte Kräfte, die täglich an der Hotline erreichbar sind. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 8 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr besetzt. Ergänzt wird sie durch den Chatbot BMD Fox, Dokumentation, Videos je Modul und Fernwartung über LogMeIn Rescue. Mehr dazu auf der Seite zu Schulung und Support und Wartung.

Die BMD Akademie veranstaltet Seminare, Webinare und Schulungen, vor Ort oder digital, mit rund 15 000 Teilnehmern pro Jahr. Die Preise sind netto angegeben, etwa 399,00 € für KORE Basis.

Partner gliedert BMD in fünf Kategorien: Schnittstelle, Systempartner, Konverter, Webshop und Branchensoftware. Beispiele sind BMD Connect zur Anbindung von Onlineshops und Portalen sowie MOTIONDATA VECTOR für Automobil und Landwirtschaft. Für technische Anbindungen sind die REST-Schnittstelle der NTCS-Webanwendungen und die Synchronisation mit Microsoft Graph API und EWS dokumentiert; Details finden Sie unter BMD Schnittstellen.

Stärken und Grenzen im Überblick

Stärken

  • Rechnungswesen und Lohn sind eng am österreichischen Recht und an FinanzOnline, ÖGK und BUAK ausgerichtet.
  • Ein gemeinsamer Datenbestand von Finanzen bis Warenwirtschaft.
  • Kassenlösung mit RKSV-Konformität.
  • Nähe zum Steuerberater, der oft schon BMD kennt.
  • Betrieb in der Cloud in Österreich oder auf eigenen Servern.

Grenzen, die Sie prüfen sollten

  • Die Herkunft aus dem Rechnungswesen: Bei komplexer Fertigung, internationalen Konzernstrukturen oder sehr eigenen Prozessen sollten Sie die Funktionstiefe im Detail testen.
  • Die wichtigsten Update-Informationen und der Kalender liegen in einem Kundenportal mit Zugangsdaten.
  • Die Preise sind teils nur als Richtwerte sichtbar; ein belastbares Angebot gibt es erst nach einer Bedarfsklärung.
  • Der Markt der Dienstleister ist kleiner als bei international verbreiteten Systemen wie Microsoft Dynamics 365 Business Central oder Odoo; die Wahl des richtigen Partners zählt deshalb stärker.

Den passenden Partner finden

Der Erfolg eines BMD-Projekts hängt weniger an der Software als an der Umsetzung: Wer kennt Ihre Branche, wer hat Erfahrung mit der Datenübernahme aus Ihrem Altsystem, und wer bleibt nach dem Go-live erreichbar? Hilfreiche Kriterien sammelt die Seite Integrator für BMD wählen. Wenn Sie wissen möchten, wie unsere Vermittlung abläuft, lesen Sie So funktioniert es: Sie beschreiben Ihr Vorhaben, und wir stellen den Kontakt zu einem passenden, geprüften Integrator her. Der Service ist für Sie kostenlos.

Häufige Fragen

Ist BMD ein vollwertiges ERP-System?

BMD beschreibt sein ERP als modulare Architektur mit zentralem Datenbestand, die Sie als Einzellösungen oder als integriertes Gesamtsystem einsetzen. Es deckt Rechnungswesen, Lager, Lohn, Personal, CRM und Projektmanagement ab. Wie tief die Funktionen in Ihrer Branche gehen, klären Sie am besten in einer Anforderungsanalyse, vor allem bei Fertigung und Sonderprozessen.

Was bedeutet NTCS bei BMD?

NTCS steht für „New Technology Commercial Software“. So heißt die integrierte Lösung von BMD, die Rechnungswesen, Lohn, Warenwirtschaft und weitere Bereiche in einer Software zusammenführt. Der Name taucht auch in den Versionsnummern auf, etwa bei Updates und Jahresupdates.

Läuft BMD in der Cloud oder auf eigenen Servern?

Beides ist möglich. Sie betreiben BMD entweder selbst vor Ort oder in der BMD Cloud, die als SaaS ohne eigenen Server auskommt und in einem Rechenzentrum in Linz gehostet wird. Die Wahl des Betriebsmodells ist laut BMD unabhängig davon, ob Sie die Software kaufen oder mieten.

Eignet sich BMD auch für Unternehmen mit Registrierkasse?

Ja, mit BMD Kassa bietet der Hersteller eine RKSV-konforme und manipulationsgeschützte Kassenlösung an. Sie übergibt ihre Daten automatisch an Lager, Buchhaltung und Kostenrechnung. Für Betriebe mit Filialen oder Gastronomie lohnt sich der Blick auf diese Verzahnung.

Wer führt BMD in meinem Unternehmen ein?

BMD begleitet Projekte mit eigenen Projektleitern und arbeitet zusätzlich mit Partnern für Schnittstellen, Systemtechnik, Konverter, Webshops und Branchenlösungen. Welcher Dienstleister zu Ihrem Vorhaben passt, hängt von Branche, Standort und Umfang ab. Wir vermitteln Ihnen kostenlos Kontakt zu passenden Integratoren.

Quellen

  1. BMD – Startseite
  2. BMD – Über uns
  3. BMD – Chronik
  4. BMD – Softwareübersicht
  5. BMD – ERP
  6. BMD – Buchhaltungssoftware
  7. BMD – Lohnverrechnung
  8. BMD – Warenwirtschaft
  9. BMD – Kassa
  10. BMD – Cloud nutzen
  11. BMD – Software mieten oder kaufen
  12. BMD – Partnerlösungen
  13. BMD – Technik und Support
  14. BMD – NTCS-Versionsupdate

Die genannten Softwarenamen sind Marken der jeweiligen Hersteller und dienen ausschließlich der Information. Diese Website ist unabhängig und steht in keiner Verbindung zu den Herstellern.