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BMD je Branche: Wo die Software in Industrie und Handel passt

BMD Industrie, Handel, Bau oder Dienstleistung: Die Software deckt je Branche unterschiedlich viel ab. Hier lesen Sie, was Standard ist, was Zusatzlösungen braucht und was Sie fragen sollten.

Aktualisiert am 28. Oktober 2026

BMD stammt aus der Buchhaltung und wächst von dort in Richtung Warenwirtschaft, Produktion und Projekte. Genau das prägt den Einsatz nach Branchen: Je näher Ihr Geschäft an Finanzen, Lohn, Handel und Projektabrechnung liegt, desto mehr liefert BMD im Standard. Je spezieller Ihr Prozess, desto wichtiger wird die Frage nach Erweiterungen und Partnerlösungen.

Diese Seite geht die wichtigsten Branchen durch. Wenn Sie nach BMD Industrie oder BMD im Handel suchen, finden Sie je Abschnitt, was die Software abdeckt, wo Zusatzlösungen ins Spiel kommen und welche Fragen Sie einem Integrator stellen sollten.

Wie BMD aufgebaut ist: die Basis für jede Branche

Der Hersteller beschreibt sein ERP als modulare Architektur mit zentralem Datenbestand. Sie können einzelne Lösungen isoliert einsetzen oder als integriertes Gesamtsystem aus Buchhaltung, Lager, Lohn, Personal, CRM und Projektmanagement. Eine einheitliche Rechteverwaltung mit fein einstellbaren Berechtigungen gilt für alle Module.

Als Zielgruppe nennt BMD kleine und mittlere Unternehmen, besonders in Produktion, Bau, Lebensmittelbranche und bei freiberuflichen Dienstleistern. Die vollständige Modulübersicht finden Sie unter BMD-Module.

Für die Branchenfrage folgt daraus eine einfache Faustregel:

  • Kern und Standard: Buchhaltung, Kostenrechnung, Lohnverrechnung, Fakturierung, Lager und Einkauf.
  • Je nach Branche prüfen: Produktionsplanung, Projektmanagement, Kasse, Zeiterfassung.
  • Meist über Partner oder Schnittstelle: Spezialwissen wie Fahrzeughandel, Transportsteuerung, Shop-Systeme oder Branchenportale.

Industrie und Fertigung

Wer BMD für die Industrie prüft, sollte zuerst zwischen Einzel-, Serien- und Projektfertigung unterscheiden. BMD bietet Produktionsplanung und Projektmanagement von der Planung bis zur Umsetzung in der Fertigung, mit Steuerung von Kapazitäten und Materialflüssen. Dazu kommen Warenwirtschaft mit Chargen und Seriennummern sowie die Kostenrechnung, die Material- und Lohnkosten auf Aufträge bringt.

Was typischerweise gut passt: Metall- und Maschinenbau-Betriebe, Zulieferer und Werkstätten des Mittelstands, die ihre Auftragskosten sauber in der Buchhaltung sehen wollen. Der Vorteil in Österreich ist die enge Verbindung von Fertigung, Lohn und Finanzbuchhaltung in einem System.

Wo Sie genauer hinsehen müssen:

  • Feinplanung mit vielen Maschinen, Rüstzeiten und Schichtmodellen
  • Mehrstufige Stücklisten mit Varianten und Konfiguratoren
  • Anbindung von Maschinendaten oder Betriebsdatenerfassung
  • Qualitätsdokumentation und Rückverfolgbarkeit über mehrere Stufen

Fragen an den Integrator: Welche Fertigungsart haben vergleichbare Kunden? Was ist Standard, was Individualentwicklung? Wie wird die Rückverfolgbarkeit von Chargen abgebildet? Details zu Ablauf und Funktionen lesen Sie bei BMD Produktion und im allgemeinen Überblick ERP für die Fertigung.

Großhandel und Distribution

Beim Thema BMD im Handel liegt die Stärke in der Warenwirtschaft. Laut Hersteller gehören dazu automatische Bestell- und Lieferantenvorschläge, die Überwachung von Wareneingängen, Mehrlagerverwaltung, Chargen, Seriennummern und mehrere Inventurverfahren. Die Fakturierung erstellt Angebote, Aufträge, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und Rechnungen. Buchungen aus Faktura und Lohn gehen per Klick in die Finanzbuchhaltung.

Typisch passend: Technischer Handel, Fachgroßhandel und Händler mit eigenem Lager und überschaubarer Sortimentsbreite, die Wert auf saubere Zahlen im Rechnungswesen legen.

Prüfen Sie gezielt:

  • Kunden- und Staffelpreise, Rabattlogiken, Rahmenverträge
  • Streckengeschäft und Direktlieferungen
  • EDI-Anbindung an große Handelspartner
  • Verpackungs- und Chargenanforderungen Ihrer Warengruppen

Fragen an den Integrator: Wie bildet BMD Ihre Preislogik ab? Welche Schnittstellen zu Lieferanten und Kunden gibt es bereits? Wie geht der Wareneingang mit Teillieferungen um? Mehr dazu bei BMD Lager und Einkauf und im Branchenüberblick ERP für den Großhandel.

E-Commerce und Online-Handel

Ein Online-Shop ist kein BMD-Kernthema. Das System liefert das Rückgrat aus Artikelstamm, Lager, Auftrag, Rechnung und Buchhaltung; der Shop selbst und Marktplätze hängen über Schnittstellen dran. Für Sie zählt deshalb weniger der Funktionsumfang als die Qualität der Anbindung.

Typische Aufgaben im Projekt:

  • Artikel- und Preisdaten aus BMD in den Shop übertragen
  • Bestände in Echtzeit oder in kurzen Intervallen abgleichen
  • Bestellungen, Retouren und Zahlungseingänge automatisiert verbuchen
  • Umsatzsteuer bei Verkäufen in andere EU-Länder korrekt zuordnen

Fragen an den Integrator: Für welche Shop-Systeme gibt es bewährte Anbindungen? Wer pflegt sie bei Updates? Was passiert bei Verkaufsspitzen? Wie wird die Rechnungsstellung rechtskonform und elektronisch abgebildet? Technische Hintergründe finden Sie bei BMD Schnittstellen und unter ERP für E-Commerce.

Dienstleister und projektorientierte Betriebe

Hier ist BMD besonders heimisch. Zur Familie Organisations- und Kundenmanagement gehören DMS, CRM, Projektzeiterfassung und Personaleinsatzplanung. Ergänzt wird das durch Leistungserfassung, Zeiterfassung und Projektmanagement, die BMD im Unternehmensangebot aufführt. Die Lohnverrechnung hängt an Zeiterfassung und Projektbuchhaltung, sodass Stunden direkt in Kosten und Abrechnung einfließen.

Für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Beratungsbetriebe kommen die Mandantenplattform BMD Com, die App BMD Go und der KI-Chatbot BMD Fox hinzu. Der Hersteller nennt außerdem Branchenlösungen für Steuerberatungskanzleien.

Wo es knapp werden kann: komplexe Ressourcenplanung über viele Standorte, Abrechnung mit sehr individuellen Modellen oder Verträge mit Meilensteinen und Teilfakturen.

Fragen an den Integrator: Wie werden Stunden erfasst und freigegeben? Wie sieht die Nachkalkulation je Projekt aus? Lesen Sie ergänzend BMD CRM und Vertrieb sowie ERP für Dienstleister.

Bau und Baunebengewerbe

Der Bau ist ein Schwerpunkt: BMD nennt ihn sowohl als Zielbranche des ERP als auch mit eigenen Branchenlösungen. In der Lohnverrechnung gibt es speziell die BUAK-Verwaltung, die für Betriebe mit Bauarbeitnehmern relevant ist. Auch Pfändungsverwaltung, Reisekostenabrechnung und Rückstellungen für Personal und Abfertigung sind als Module vorgesehen.

Das ist in Österreich ein echter Vorteil, weil Lohn, Kollektivverträge und Baustellenkosten in einem System zusammenlaufen. Pro Baustelle sehen Sie Lohnkosten, Material und Fremdleistungen im Controlling.

Zu klären im Projekt:

  • Aufmaß, Leistungsverzeichnis und Ausschreibung
  • Teil- und Schlussrechnungen nach Baufortschritt
  • Geräte- und Fuhrparkverwaltung
  • Mobile Erfassung auf der Baustelle

Fragen an den Integrator: Welche Bauunternehmen arbeiten bereits mit der gewünschten Lösung? Wie läuft die Abrechnung nach Baufortschritt? Was liefert BMD selbst, was ein Partner? Vertiefen Sie das bei BMD Lohn und Personal und ERP für den Bau.

Lebensmittel und Gastronomie

Auch die Lebensmittelbranche gehört zu den vom Hersteller genannten Zielgruppen. Eine Rolle spielt hier BMD Kassa: Sie akzeptiert Bargeld, Karten und Gutscheine, unterstützt Barcodescanner und geeichte Waagen und übergibt Daten automatisch an Lager, Buchhaltung und Kostenrechnung. Als Anwender nennt BMD die Konditoreien Sacher in Wien, Salzburg und Graz.

Chargen und Seriennummern aus der Warenwirtschaft helfen bei der Rückverfolgung. Für die Registrierkassenpflicht beachten Sie die Hinweise unter Registrierkassenpflicht und RKSV.

Genauer prüfen: Rezepturen und Produktion, Mindesthaltbarkeit und Chargenrückruf, Anforderungen an Hygiene- und Qualitätsnachweise, Anbindung an Handelsketten.

Fragen an den Integrator: Wie wird die Chargenverfolgung vom Wareneingang bis zur Auslieferung abgebildet? Wie läuft ein Rückruf ab? Mehr dazu im Überblick ERP für Lebensmittelbetriebe.

Logistik und Transport

Für Spediteure und Lagerlogistiker ist BMD nicht als Branchenlösung ausgewiesen. Was die Software leisten kann, sind Kernprozesse: Fakturierung, Lagerverwaltung, Buchhaltung, Lohn und Kostenrechnung. Transportplanung, Tourenoptimierung, Frachtbörsen oder Lagerverwaltung mit Platzsteuerung kommen in der Regel von spezialisierten Systemen, die über Schnittstellen angeschlossen werden.

Die sinnvolle Fragestellung lautet deshalb: Soll BMD das betriebswirtschaftliche Rückgrat sein, und welches Spezialsystem übernimmt die operative Logistik? Prüfen Sie den Datenaustausch zwischen beiden besonders genau. Allgemeine Anforderungen finden Sie bei ERP für Logistik.

Weitere vom Hersteller genannte Felder

Neben den oben genannten Branchen nennt BMD Lösungen für Gemeinden und kommunale Dienste sowie für Schulen. Über den Partner MOTIONDATA VECTOR gibt es Lösungen für den Automobilbereich und die Landwirtschaft, mit Archivierung, Kostenrechnungs-Exporten und Zeiterfassung Richtung BMD. Hier gilt: Fragen Sie nach der konkreten Version und nach Betrieben, die diese Lösung produktiv nutzen.

Überblick: Abdeckung nach Branche

Branche Standard in BMD Häufig zusätzlich nötig
Industrie Produktionsplanung, Projekte, Lager, Kostenrechnung Feinplanung, Konfiguratoren, Maschinendaten
Großhandel Mehrlager, Chargen, Faktura, Bestellvorschläge EDI, komplexe Preislogik, Streckengeschäft
E-Commerce Artikel, Lager, Auftrag, Buchhaltung Shop- und Marktplatzanbindung
Dienstleister Zeiterfassung, CRM, DMS, Projektbuchhaltung Spezielle Abrechnungsmodelle
Bau Branchenlösung, BUAK, Lohn, Controlling Aufmaß, Ausschreibung, mobile Erfassung
Lebensmittel Kassa, Lager, Chargen Rezepturen, Qualitätsnachweise
Logistik Kernprozesse von Faktura bis Lohn Transportplanung, Lagerplatzsteuerung

So gehen Sie bei der Branchenprüfung vor

  1. Prozesse beschreiben: Halten Sie fest, was Ihr Betrieb von allen anderen unterscheidet. Das gehört in ein Pflichtenheft, wie es ERP-Lastenheft beschreibt.
  2. Referenzen verlangen: Lassen Sie sich Betriebe mit ähnlichem Profil zeigen, ohne Marketing-Folien.
  3. Standard und Anpassung trennen: Fordern Sie eine Aufstellung, was ohne Programmierung läuft. Mehr zum Aufwand bei BMD Individualentwicklung.
  4. Partnerlösungen einbinden: Klären Sie, wer bei Fehlern zuständig ist, wenn mehrere Systeme beteiligt sind.
  5. Den passenden Integrator wählen: Nutzen Sie die Hinweise unter BMD-Integrator auswählen.

Wenn Sie lieber sofort Angebote vergleichen möchten, erklärt So funktioniert es, wie wir Sie kostenlos mit einem passenden Integrator zusammenbringen. Der Integrator führt das Projekt durch; wir vermitteln nur und sind an keinen Hersteller gebunden.

Häufige Fragen

Eignet sich BMD für die Industrie und Fertigung?

BMD bietet Produktionsplanung und Projektmanagement mit Kapazitäts- und Materialflusssteuerung und richtet sich laut Hersteller unter anderem an Produktionsbetriebe im Mittelstand. Wie tief die Fertigungssteuerung reicht, hängt von Ihrem Prozess ab. Lassen Sie Stücklisten, Arbeitspläne und Chargenverfolgung vom Integrator an Ihrem Fall zeigen.

Kann BMD einen Großhandel mit mehreren Lagern abbilden?

Die BMD-Warenwirtschaft kennt Mehrlagerverwaltung, Chargen, Seriennummern, automatische Bestell- und Lieferantenvorschläge sowie mehrere Inventurverfahren. Für den klassischen Handel ist das eine solide Basis. Besondere Anforderungen wie Streckengeschäft, Preislogiken oder EDI klären Sie vorab im Detail.

Wie passt BMD zu einem Online-Shop?

Einen Shop liefert BMD nicht als Kernprodukt; Shop-Systeme und Marktplätze werden über Schnittstellen angebunden. Entscheidend sind Artikelstamm, Lagerbestand, Aufträge und Zahlungen in beide Richtungen. Fragen Sie den Integrator nach konkreten Referenzanbindungen für Ihr Shop-System.

Gibt es BMD-Lösungen speziell für das Baugewerbe?

Ja, BMD nennt Branchenlösungen für den Bau. In der Lohnverrechnung gibt es zudem eine BUAK-Verwaltung für Bauarbeitnehmer. Für Baustellenabrechnung, Aufmaß oder Ausschreibung kann je nach Betrieb ein Zusatzprodukt nötig sein, das Sie im Projekt abklären.

Was sollte ich einen BMD-Integrator zur Branche fragen?

Fragen Sie nach vergleichbaren Projekten in Ihrer Branche, nach dem Standardumfang gegenüber Anpassungen und nach Partnerlösungen für Spezialfälle. Verlangen Sie, dass Ihre wichtigsten Abläufe im Pflichtenheft einzeln beschrieben werden. So sehen Sie früh, was Standard ist und was zusätzlich entsteht.

Quellen

  1. BMD – ERP-Produktseite
  2. BMD – Warenwirtschaft
  3. BMD – Lohnverrechnung
  4. BMD – Kassa
  5. BMD – Partnerlösungen
  6. BMD – Startseite
  7. BMD – Software-Übersicht

Die genannten Softwarenamen sind Marken der jeweiligen Hersteller und dienen ausschließlich der Information. Diese Website ist unabhängig und steht in keiner Verbindung zu den Herstellern.