↓

BMD Module und Funktionen: Was die Software abdeckt

Die BMD Module reichen von der Finanzbuchhaltung über Warenwirtschaft und Lohn bis zu CRM, Projekten und Kassa. Hier sehen Sie, welcher Bereich durch welches Modul abgedeckt wird.

Aktualisiert am 28. Oktober 2026

Wer die BMD Module vergleicht, will in der Regel zwei Dinge wissen: Was deckt die Software aus einer Hand ab, und wo beginnt der Bereich, für den ein Integrator, eine Erweiterung oder ein Zusatzprodukt nötig ist? Diese Seite führt Bereich für Bereich durch die Funktionen von BMD und die BMD Applikationen, soweit sie der Hersteller selbst beschreibt.

BMD ist ein österreichischer Hersteller mit Sitz in Steyr. Das Unternehmen entwickelt Software für Buchhaltung, Lohnverrechnung, Fakturierung und ERP und gibt an, mehr als 30 000 Kunden im DACH-Raum zu haben. Die integrierte Lösung trägt den Namen BMD NTCS, ausgeschrieben „New Technology Commercial Software“. Für einen ersten Überblick über das Produkt selbst lesen Sie auch unsere Seite zu BMD als ERP-System.

Wie BMD seine Module ordnet

Der Hersteller gliedert sein Softwareangebot in vier Familien:

  • Rechnungswesen & Audit
  • Human Resources
  • Warenwirtschaft & ERP
  • Organisations- & Kundenmanagement

Zur letzten Familie zählen laut BMD das Dokumentenmanagement (DMS), das CRM, die Projektzeiterfassung und die Personaleinsatzplanung.

Im Webshop wird die Aufteilung für Unternehmen feiner dargestellt: Finanzbuchhaltung, Zahlungsverkehr, Controlling, Kostenrechnung, Bilanz & Steuern, Anlagenbuchhaltung, Berichtswesen, Lohnverrechnung, Leistungserfassung, Zeiterfassung, Personalinformation, CRM, Fakturierung, Lagerverwaltung, Bestellwesen, Kasse, Produktionsplanung und Projektmanagement. Für Kanzleien gibt es einen eigenen Einstieg „Für Steuerberater“, der zusätzlich die Wirtschaftsprüfung und die Pakete BMD-Consult I & II enthält.

Der ERP-Ansatz ist modular mit einem zentralen Datenbestand. Sie können Bausteine einzeln nutzen oder als integriertes Ganzes betreiben. Darüber liegt eine einheitliche Rechteverwaltung: Berechtigungen lassen sich fein einstellen und gelten über alle Module hinweg. Gerade für Betriebe, in denen Buchhaltung, Lager und Lohn von verschiedenen Personen betreut werden, ist das ein praktischer Punkt.

Überblick: Bereich und passendes Modul

Bereich Module und Funktionen laut BMD
Finanzen Finanzbuchhaltung, Zahlungsverkehr, Kostenrechnung, Anlagenbuchhaltung, Bilanz & Steuern
Steuerung Controlling, Berichtswesen, Budgets
Verkauf Fakturierung (Rechnungen, Angebote, Aufträge, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine), Kassa
CRM CRM, Dokumentenmanagement (DMS)
Einkauf und Lager Bestellwesen, Lagerverwaltung
Produktion Produktionsplanung
Projekte und Leistungen Projektmanagement, Leistungserfassung, Zeiterfassung
Personal Lohnverrechnung, Personalinformation, Personaleinsatzplanung
Zugriff BMD Web, BMD Go, Mandantenplattform BMD Com, KI-Chatbot BMD Fox

Finanzen und Rechnungswesen

Hier liegt der historische Kern von BMD, und er ist für viele österreichische Unternehmen der Grund, überhaupt auf das Produkt zu schauen. Die Finanzbuchhaltung bietet eine automatische Belegerkennung per OCR, Standardauswertungen und individuelle Auswertungen, ein Mahnwesen für Kunden und Lieferanten auf Basis der offenen Posten sowie die parallele Führung mehrerer Buchhaltungen samt Konsolidierung.

Bankauszüge werden über ein lernfähiges System automatisch verbucht, was die manuelle Erfassung verringern soll. Die Buchhaltung ist mit Kostenrechnung, Anlagenbuchhaltung, Lohnverrechnung, Warenwirtschaft, CRM, DMS, Controlling und Budgetierung sowie mit Jahresabschluss und Steuererklärungen verbunden.

Details zu diesem Bereich finden Sie auf der Seite Buchhaltung und Finanzen in BMD. Wenn Ihr Thema die elektronische Rechnung ist, hilft der Beitrag zur E-Rechnung in Österreich weiter. Welche Anforderungen Ihr Steuerberater in der Praxis stellt, sollten Sie früh mit ihm abstimmen.

Verkauf, Fakturierung und Kassa

Die Fakturierung erstellt und verwaltet Rechnungen, Angebote, Aufträge, Auftragsbestätigungen und Lieferscheine. Sie gehört zur Familie Warenwirtschaft & ERP und ist mit Lager und Buchhaltung verbunden. Für Handel und Gastronomie kommt BMD Kassa hinzu: Sie akzeptiert Bargeld, Karten und Gutscheine, unterstützt Barcodeleser und geeichte Waagen und überträgt ihre Daten automatisch in Lager, Buchhaltung und Kostenrechnung.

Wer in Österreich eine Registrierkasse betreibt, muss zusätzlich die Vorgaben der Registrierkassensicherheitsverordnung beachten. Was das für die Wahl der Software bedeutet, steht im Beitrag zur Registrierkassenpflicht und RKSV. Ob Ihre konkrete Kassenlösung alle Anforderungen Ihres Betriebs erfüllt, prüfen Sie am besten gemeinsam mit dem Integrator.

CRM und Kundenmanagement

BMD führt das CRM in der Familie Organisations- & Kundenmanagement, gemeinsam mit dem DMS, der Projektzeiterfassung und der Personaleinsatzplanung. Das CRM ist mit der Buchhaltung verbunden, sodass Kundenstammdaten und Belege aus einem Datenbestand kommen.

Das ist ein pragmatischer Ansatz für Betriebe, die Kundenpflege eng an Auftrag und Rechnung koppeln wollen. Wer dagegen ein umfangreiches Marketing- oder Vertriebsautomatisierungswerkzeug sucht, sollte den Funktionsumfang im Detail prüfen. Mehr dazu auf der Seite Vertrieb und CRM in BMD.

Einkauf und Lagerverwaltung

Die Warenwirtschaft von BMD schlägt automatisch Bestellungen und Lieferanten vor und verfolgt den Wareneingang. Dazu kommen Mehrlagerverwaltung, Chargen, Seriennummern und mehrere Inventurverfahren. Für Großhandel und Ersatzteilgeschäft sind Chargen und Seriennummern oft das entscheidende Kriterium, für Händler mit mehreren Standorten die Mehrlagerführung.

Eine vertiefende Beschreibung finden Sie unter Lager und Einkauf in BMD. Branchenspezifische Anforderungen im Handel behandelt unsere Seite zum ERP für den Großhandel.

Produktion und Projekte

BMD bietet eine Produktionsplanung sowie eine Projektmanagement-Lösung, die von der Planung bis zur Umsetzung in der Fertigung reicht. Genannt werden die Steuerung der Kapazitäten und die Steuerung der Materialflüsse. Die Beschreibung des Herstellers nennt keine Details zu einzelnen Fertigungsarten.

Für eine Einzel- oder Kleinserienfertigung, eine Variantenfertigung oder eine Prozessfertigung ist deshalb die Frage entscheidend, wie weit der Standard trägt. Genau dafür sind Demonstrationen mit Ihren echten Stücklisten sinnvoll. Mehr zum Thema lesen Sie bei Produktion in BMD und im Beitrag ERP für die Fertigung.

Für Dienstleister relevant sind die Leistungs- und Zeiterfassung sowie die Projektzeiterfassung. Die Lohnverrechnung ist mit Zeiterfassung und Projektbuchhaltung verknüpft, sodass erfasste Zeiten bis in die Abrechnung durchlaufen können.

Lohn und Personal

Die Lohnverrechnung ist bei BMD ein eigener, ausgebauter Bereich und gerade im österreichischen Kontext ein Argument. Laut Hersteller gibt es spezialisierte Module:

  • BUAK-Verwaltung für die Baubranche
  • Pfändungsverwaltung für Gehaltspfändungen
  • Personalrückstellungen und Abfertigungen
  • Reisekostenabrechnung
  • Budgetplanung auf Basis der Lohndaten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen Lohnzettel und Dokumente im Web, in der App BMD Go oder über ein gesichertes Portal. Buchungen aus Lohn und Warenwirtschaft gelangen per Klick in die Buchhaltung. Wer Löhne selbst abrechnet, findet weitere Informationen unter Lohn und Personal in BMD. Für Baubetriebe ist zusätzlich unser Überblick zum ERP für die Bauwirtschaft nützlich.

Reporting und Controlling

Das Berichtswesen, das Controlling und die Kostenrechnung gehören zu den im Webshop genannten Bausteinen. In der Buchhaltung stehen Standardauswertungen und individuell gestaltbare Auswertungen bereit. Die Anbindung an Controlling und Budgets ist Teil der beschriebenen Verknüpfungen.

Ob Ihre Geschäftsführung wöchentliche Kennzahlen per Dashboard erwartet oder ob ein Monatsreport reicht, entscheidet über den Aufwand. Das sollten Sie im Lastenheft festhalten. Eine Vorlage dazu bietet der Ratgeber zum ERP-Lastenheft.

Mobil, Web und Mandantenzugang

Rund um die Software bietet BMD die Mandantenplattform BMD Com, die App BMD Go und den KI-Chatbot BMD Fox. BMD Web und BMD Go ermöglichen den Zugriff per Browser und App, auch für das Arbeiten von unterwegs. Für Steuerberater ist die Mandantenplattform besonders interessant, weil der Austausch mit Klienten gebündelt wird.

Was ist Standard, was braucht Erweiterung?

Die Herstellerseiten beschreiben die Funktionen, sie geben aber nicht an, welche Funktionen in welcher Edition enthalten sind oder welche Anforderungen nur mit Zusatzentwicklung erfüllbar sind. Das gilt zum Beispiel für:

  • Branchenspezifische Abläufe jenseits von Bau, Handel und Dienstleistung
  • Schnittstellen zu Onlineshops, Banken, Behörden oder Spezialsoftware
  • Eigene Auswertungen und Sonderformulare
  • Produktionsabläufe mit hohem Variantenreichtum

Für solche Punkte lohnt ein Blick auf Schnittstellen zu BMD und Individualentwicklung in BMD. Welche Version und Edition Sie für Ihr Szenario brauchen, klärt die Seite BMD Versionen und Editionen.

So prüfen Sie die Module für Ihr Unternehmen

Gehen Sie in drei Schritten vor:

  1. Prozesse beschreiben. Halten Sie fest, welche Abläufe von der Offerte bis zur Lohnabrechnung im System laufen sollen und welche bleiben, wo sie sind.
  2. Module zuordnen. Ordnen Sie jeden Prozess einem Modul zu und markieren Sie Lücken.
  3. Lücken bewerten. Entscheiden Sie, ob eine Lücke per Konfiguration, Schnittstelle, Erweiterung oder organisatorisch geschlossen wird.

Wenn Sie mehrere Systeme vergleichen, hilft der Blick auf die Alternativen zu BMD sowie die Ratgeber ERP-Auswahl und ERP für KMU. Die Einführung selbst beschreibt die Seite Einführung von BMD.

Wir vermitteln Ihnen kostenlos einen Integrator, der Ihr Projekt kennt. Wie das funktioniert, lesen Sie unter So funktioniert die Vermittlung.

Häufige Fragen

Welche Module hat BMD?

BMD gliedert sein Angebot in vier Familien: Rechnungswesen & Audit, Human Resources, Warenwirtschaft & ERP sowie Organisations- & Kundenmanagement. Im Webshop sind die einzelnen Bausteine für Unternehmen weiter aufgefächert, von der Finanzbuchhaltung bis zum Projektmanagement.

Kann ich BMD-Module einzeln einsetzen?

Ja. BMD beschreibt seinen ERP-Ansatz als modulare Architektur mit zentralem Datenbestand. Sie können Lösungen isoliert nutzen oder als integriertes Gesamtpaket betreiben. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Ihren Prozessen und von der Reihenfolge der Einführung ab.

Gibt es bei BMD eine mobile Nutzung?

BMD Web und BMD Go ermöglichen den Zugriff per Browser und per App, auch für ortsunabhängiges Arbeiten. Über BMD Go können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem Lohnzettel und Dokumente einsehen. Ob weitere Abläufe mobil abgebildet werden, klären Sie im Projekt.

Ist BMD nur für Buchhaltung geeignet?

Nein. BMD kommt aus dem Rechnungswesen, bietet aber auch Fakturierung, Lagerverwaltung, Bestellwesen, Produktionsplanung, Projektmanagement, CRM, Lohnverrechnung und Kassa. Der Schwerpunkt liegt weiterhin stark auf Buchhaltung, Lohn und dem Zusammenspiel mit dem Steuerberater.

Wie erfahre ich, was in meinem Fall Standard ist und was nicht?

Das lässt sich nur anhand Ihrer Anforderungen sauber trennen. Ein Integrator gleicht Ihr Lastenheft mit den Modulen ab und benennt, wo Konfiguration genügt und wo eine Erweiterung oder Schnittstelle nötig wird. Über unser Formular können Sie dafür einen passenden Integrator anfragen.

Quellen

  1. BMD – Unternehmen
  2. BMD – Software-Übersicht
  3. BMD – Über uns
  4. BMD – Webshop
  5. BMD – ERP
  6. BMD – Buchhaltungssoftware
  7. BMD – Lohnverrechnung
  8. BMD – Warenwirtschaft
  9. BMD – Kassa

Die genannten Softwarenamen sind Marken der jeweiligen Hersteller und dienen ausschließlich der Information. Diese Website ist unabhängig und steht in keiner Verbindung zu den Herstellern.