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Lohnverrechnung und Personal mit BMD in Österreich

BMD deckt Lohnverrechnung, Zeiterfassung und Personalinformation in einem System ab, das mit der Buchhaltung verbunden ist. Wir zeigen, was das im Alltag bedeutet und worauf Sie bei der Einführung achten.

Aktualisiert am 28. Oktober 2026

Wer in Österreich nach BMD Lohnverrechnung sucht, will meist wissen, ob sich Gehaltsabrechnung und Personalverwaltung im selben System erledigen lassen wie Buchhaltung und Warenwirtschaft. BMD ist ein österreichischer Hersteller mit Sitz in Steyr, und die Lohnverrechnung gehört seit jeher zu seinem Kern. Diese Seite zeigt, was die BMD Personal- und Lohnlösung leistet, wo sie an Grenzen stößt und was Sie vor einem Projekt klären sollten. Einen Überblick über das Gesamtsystem finden Sie auf der Seite zu den BMD-Modulen.

Was BMD im Bereich Personal abdeckt

BMD ordnet seine Software in Familien. Eine davon heißt Human Resources, eine andere bündelt Organisations- und Kundenmanagement, zu der auch die Planung des Personals und die Erfassung von Projektzeiten gehören. Im Webshop des Herstellers sind für Unternehmen unter anderem diese personalnahen Bereiche aufgeführt: Lohnverrechnung, Leistungserfassung, Zeiterfassung und Personalinformation.

Für den Alltag heißt das:

  • Lohnverrechnung für die monatliche Abrechnung samt Meldungen und Zahlungen.
  • Personalinformation für Stammdaten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Zeiterfassung und Leistungserfassung als Grundlage für Abrechnung, Projektkosten und Fakturierung.
  • Reisekosten als Teil der Lohnverrechnung.

Wichtig ist die Abgrenzung: Für Urlaubsplanung, Recruiting und Beurteilungsgespräche nennt der Hersteller in den uns vorliegenden Angaben keine eigenen Module. Wer solche Prozesse digital abbilden will, sollte das im Auswahlgespräch ausdrücklich ansprechen und nicht aus dem Wort „Human Resources“ ableiten. Wie sich diese Bausteine in den Gesamtumfang einfügen, erklärt auch die Seite zu den Versionen und Editionen.

Lohnverrechnung nach österreichischem Muster

Österreichische Lohnverrechnung ist stark von Kollektivverträgen geprägt. Mindestlöhne, Zulagen, Überstundenregeln und Sonderzahlungen unterscheiden sich je nach Branche, und die Einstufung ändert sich mit der Dienstzeit. Genau hier setzt BMD an.

Kollektivverträge über HGKV

Über die Schnittstelle HGKV stehen laut Hersteller rund 900 Kollektivverträge vorbereitet in der Datenbank. Hinterlegt sind Arbeitszeit, Zulagen, Sonderzahlungen, Divisoren und Gehaltstabellen. Sie abonnieren die Verträge, die Ihr Unternehmen braucht, und aktualisieren sie bei Änderungen per Klick. Das System übernimmt automatische Vorrückungen und die Berechnung der Lohnarten.

Das spart Pflegeaufwand, ersetzt aber nicht die fachliche Prüfung. Ein Handelsbetrieb, ein Reinigungsunternehmen und ein Metallbaubetrieb haben jeweils eigene Regeln; wer zusätzlich Überzahlungen, Ist-Gehälter oder Betriebsvereinbarungen führt, muss diese Besonderheiten im Projekt sauber einrichten und testen.

Austausch mit Behörden, Kassen und Banken

Die Lohnverrechnung tauscht Daten automatisch mit der Finanzverwaltung, der ÖGK, der BUAK und den Banken aus. Für Ihr Tagesgeschäft bedeutet das weniger manuelles Hochladen und weniger Medienbrüche, etwa bei An- und Abmeldungen, Beitragsgrundlagen und Zahlungsläufen. Ihr Steuerberater oder Lohnverrechner kann damit häufig direkt auf dieselben Daten zugreifen, wenn die Zusammenarbeit entsprechend aufgesetzt ist.

Spezialmodule für typische Fälle

Neben der Basisabrechnung bietet BMD Module für Situationen, die in österreichischen Betrieben regelmäßig vorkommen:

Thema Wofür es gebraucht wird
BUAK-Verwaltung Betriebe im Bauwesen, die mit der Urlaubs- und Abfertigungskasse abrechnen
Pfändungsverwaltung Gehaltsexekutionen und Unterhaltsverpflichtungen korrekt berechnen
Personalrückstellungen und Abfertigungen Bilanzielle Vorsorge für Ansprüche der Belegschaft
Reisekosten Dienstreisen, Diäten und Kilometergelder abrechnen
Budgetvorschau aus der Lohnverrechnung Personalkosten für die Planung hochrechnen

Gerade für Bauunternehmen ist die BUAK-Anbindung ein Auswahlkriterium. Wie dieser Sektor insgesamt auf ein ERP blickt, beschreibt die Seite ERP für das Bauwesen.

Lohnverrechnung und Buchhaltung greifen ineinander

Der größte Vorteil eines Gesamtsystems liegt im Übergang zwischen den Bereichen. Die Lohnverrechnung ist mit Buchhaltung, Zeiterfassung und Projektbuchhaltung verbunden. Buchungen aus Lohn und Warenwirtschaft gelangen per Klick in die Finanzbuchhaltung. Damit entfällt das erneute Erfassen von Lohnkosten, und die Personalkosten stehen im Controlling und in der Kostenrechnung zeitnah zur Verfügung.

Wer ohnehin die BMD-Buchhaltung und Finanzen einsetzt, profitiert doppelt: Das System erstellt die Umsatzsteuervoranmeldung und überträgt sie an FinanzOnline, und die Lohnbuchungen laufen in dieselben Konten. Bei Projektarbeit lassen sich Zeiten und Löhne auf Aufträge verteilen, sodass die Nachkalkulation auf echten Personalkosten beruht und nicht auf Schätzungen.

Für Dienstleister und projektgetriebene Unternehmen ist das besonders relevant. Hier kommen Zeiterfassung, Leistungserfassung und Fakturierung zusammen; mehr dazu auf der Seite ERP für Dienstleister.

Mitarbeiter-Selbstbedienung: Gehaltszettel digital

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Gehaltszettel und Dokumente über das Web, die App BMD Go oder ein gesichertes Portal abrufen. Das ist in Betrieben mit Außendienst, Baustellen oder mehreren Standorten ein praktischer Gewinn, weil niemand mehr auf Papier oder E-Mail-Anhänge angewiesen ist.

Zwei Punkte sollten Sie vorab festlegen:

  1. Berechtigungen: BMD arbeitet mit einer einheitlichen Rechteverwaltung und fein abgestuften Berechtigungen über alle Module. Gerade bei Gehaltsdaten sollten Sie genau definieren, wer was sieht.
  2. Datenschutz: Gehaltsdaten sind besonders sensibel. Zugriffskonzept, Protokollierung und Aufbewahrung gehören in Ihr Datenschutzkonzept, nicht nur in die Systemeinstellungen.

Wann BMD für Lohn und Personal die richtige Wahl ist

BMD passt besonders, wenn mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen:

  • Ihre Lohnverrechnung folgt einem oder mehreren Kollektivverträgen, die sich regelmäßig ändern.
  • Sie arbeiten eng mit einem Steuerberater zusammen, der selbst BMD nutzt.
  • Sie möchten Lohn, Buchhaltung, Zeiterfassung und Projektkosten in einem System bündeln.
  • Sie sind im Bauwesen tätig und rechnen mit der BUAK ab.
  • Sie bevorzugen einen österreichischen Hersteller, dessen Software auf heimische Regeln zugeschnitten ist.

Weniger eindeutig ist die Lage, wenn Ihre Personalprozesse über die Abrechnung hinausgehen. Wer ein ausgebautes Bewerbermanagement, Zielvereinbarungen oder Entwicklungsgespräche digital führen will, sollte die Anforderungen im Lastenheft festhalten und im Auswahlverfahren gezielt prüfen. Zum Vergleich mit anderen Systemen hilft die Seite zu den Alternativen zu BMD.

Schnittstellen und Datenübernahme

Die meisten Unternehmen starten nicht auf der grünen Wiese. Häufig läuft bereits ein Lohnprogramm, oder die Abrechnung liegt bei der Steuerkanzlei. Daraus ergeben sich zwei übliche Szenarien:

  • Lohn in BMD, übrige Bereiche in BMD: der engste Verbund, mit durchgängigen Buchungen und gemeinsamer Rechteverwaltung.
  • Lohn in einem anderen System, Buchhaltung und ERP in BMD: möglich, wenn Buchungen, Stammdaten und Zeitdaten sauber übergeben werden. BMD beschreibt seine Architektur als modular, mit einem zentralen Datenbestand, einsetzbar als Einzellösung oder als integriertes Gesamtpaket.

Welche Variante sinnvoll ist, entscheidet sich an Aufwand, Risiko und Zusammenarbeit mit der Kanzlei. Technische Details zu Anbindungen finden Sie auf der Seite zu den BMD-Schnittstellen. Für Datenübernahmen aus einem Altsystem ist die Seite zur BMD-Migration die richtige Ergänzung.

Worauf Sie im Projekt achten sollten

Lohnverrechnung ist der Bereich, in dem Fehler sofort bei den Mitarbeitern ankommen. Deshalb lohnt sich Sorgfalt an folgenden Stellen:

Stammdaten und Einstufung

Jede falsche Einstufung, jedes fehlende Eintrittsdatum und jede veraltete Vordienstzeit wirkt sich in der Abrechnung aus. Planen Sie eine Bereinigung der Altdaten ein, bevor Sie sie übernehmen, und lassen Sie die Personalabteilung die Stammdaten freigeben.

Parallelläufe

Rechnen Sie vor dem Wechsel mindestens einen Zeitraum parallel im alten und im neuen System und vergleichen Sie Netto, Beiträge und Lohnnebenkosten je Person. Abweichungen sind dabei Information, kein Rückschlag: Sie zeigen, wo eine Lohnart oder eine Überzahlung noch nicht richtig abgebildet ist.

Zuständigkeiten klären

Wer ist für die Abrechnung verantwortlich, wer für die Meldungen, wer für Rückfragen der Mitarbeiter? Besonders wenn ein Teil des Prozesses bei der Steuerkanzlei liegt, sollten Rollen und Fristen schriftlich festgelegt sein. Die Seite zur BMD-Einführung beschreibt, wie ein Projekt typischerweise aufgebaut wird.

Schulung und Support

Die beste Konfiguration nützt wenig, wenn die Sachbearbeitung das System nicht sicher bedient. Sehen Sie Schulungen vor dem ersten Echtlauf vor und klären Sie, wer bei Fragen zu Gesetzesänderungen und Kollektivvertragsanpassungen erreichbar ist. Mehr dazu unter BMD-Schulung.

Kosten und Aufwand realistisch einordnen

Die Kosten einer Lohnlösung hängen vom Umfang ab: Zahl der Mitarbeiter, benötigte Module, Anzahl der Kollektivverträge, Betriebsmodell und Aufwand der Einrichtung. Verbindliche Preise erhalten Sie nur über ein Angebot Ihres Integrators; die Seite zu den BMD-Preisen erklärt, welche Posten ein solches Angebot enthalten sollte. Allgemeine Hinweise zur Kalkulation bietet der Ratgeber zu den ERP-Kosten.

So kommen Sie zu einem passenden Integrator

ERP Integrator ist ein kostenloser Vermittlungsdienst. Sie beschreiben Ihr Vorhaben, etwa Wechsel der Lohnverrechnung, Anbindung an die Buchhaltung oder ein neues Gesamtsystem, und wir vermitteln Sie an einen passenden Integrator. Wir sind kein Hersteller und mit keinem Anbieter verbunden; das Projekt führt der Integrator durch. Wie die Vermittlung abläuft, steht auf der Seite So funktioniert es. Wenn Sie zunächst die Anbieter vergleichen wollen, hilft die Seite BMD-Integrator wählen bei den Kriterien.

Wer BMD bereits kennt, findet auf der Seite BMD in Österreich den Überblick über den Einsatz im Land.

Häufige Fragen

Was kann die BMD Lohnverrechnung?

Sie rechnet Löhne und Gehälter nach den Regeln des jeweiligen Kollektivvertrags, tauscht Daten mit Finanzverwaltung, ÖGK, BUAK und Banken aus und übergibt die Buchungen an die Buchhaltung. Dazu kommen Spezialmodule, etwa für Pfändungen, Personalrückstellungen und Reisekosten. Welche Module Sie tatsächlich brauchen, hängt von Ihrer Branche und Ihrem Kollektivvertrag ab.

Sind Kollektivverträge in BMD bereits hinterlegt?

Ja, über die Schnittstelle HGKV stehen rund 900 Kollektivverträge vorbereitet bereit, mit Arbeitszeit, Zulagen, Sonderzahlungen, Divisoren und Gehaltstabellen. Sie abonnieren die für Ihr Unternehmen relevanten Verträge und aktualisieren sie per Klick. Ob Ihre betriebliche Praxis, etwa Überzahlungen oder Betriebsvereinbarungen, korrekt abgebildet ist, prüft Ihr Integrator im Projekt.

Können Mitarbeiter ihre Gehaltszettel selbst abrufen?

Ja. Gehaltszettel und weitere Dokumente lassen sich über das Web, die App BMD Go oder ein gesichertes Portal bereitstellen. Das entlastet die Personalabteilung, weil Nachfragen und der Papierversand entfallen. Klären Sie vorab, wer welche Dokumente sehen darf und wie Zugänge verwaltet werden.

Deckt BMD auch Recruiting und Mitarbeiterbeurteilung ab?

Aus den Angaben des Herstellers geht für Recruiting und Beurteilungsgespräche kein eigenes Modul hervor; belegt sind Lohnverrechnung, Zeiterfassung, Leistungserfassung und Personalinformation. Wenn Sie diese Prozesse digital führen wollen, lassen Sie im Auswahlgespräch klären, ob BMD sie abdeckt oder ob eine ergänzende Lösung über eine Schnittstelle sinnvoll ist.

Lässt sich BMD mit einem anderen Lohnprogramm koppeln?

Grundsätzlich ist BMD als modulares System gedacht, das auch in Einzellösungen eingesetzt wird. Ob Sie die Lohnverrechnung von BMD nutzen oder ein bestehendes Programm behalten, ist eine Architekturentscheidung. Entscheidend sind dann saubere Schnittstellen für Buchungen, Stammdaten und Zeitdaten; die Details legen Sie mit Ihrem Steuerberater und dem Integrator fest.

Quellen

  1. BMD – Lohnverrechnung
  2. BMD – Softwareübersicht
  3. BMD – ERP-System
  4. BMD – Webshop für Unternehmen

Die genannten Softwarenamen sind Marken der jeweiligen Hersteller und dienen ausschließlich der Information. Diese Website ist unabhängig und steht in keiner Verbindung zu den Herstellern.