Wer „BMD Preise" sucht, will meistens zwei Dinge wissen: was die Software selbst kostet und was am Ende im Budget steht. Die erste Frage lässt sich teilweise aus öffentlichen Quellen beantworten, die zweite nicht. BMD ist ein österreichischer Hersteller mit Sitz in Steyr und nach eigenen Angaben mit mehr als 30 000 Kunden im DACH-Raum. Er veröffentlicht einige Preise, aber keinen Gesamttarif für ein ERP-Projekt. Diese Seite trennt, was feststeht, von dem, was vom Umfang abhängt.
Alle genannten Beträge stammen von der BMD-Website bzw. aus dem BMD-Webshop, Stand der Erstellung dieser Seite: 28.10.2026. BMD bezeichnet die Preise selbst als nicht verbindlich und änderbar. Prüfen Sie Beträge deshalb immer im Angebot.
Wie BMD lizenziert: Kauf, Miete, Cloud
BMD kennt zwei Finanzierungsformen: Kauf und Miete. Davon getrennt ist die Frage, wo die Software läuft. Sie kann im eigenen Haus (On-Premise) oder in der BMD Cloud betrieben werden. Laut Hersteller ist das Betriebsmodell unabhängig von der Finanzierung: Sie können also mieten und trotzdem auf eigenen Servern arbeiten, oder kaufen und in die Cloud gehen.
Für den Kauf nennt BMD eine zinsfreie Ratenzahlung über 12 Monate. Bei der Miete ist die Wartung im Monatspreis enthalten, zumindest beim unten genannten Basispaket. Das ist ein wichtiger Unterschied zum Kauf, wo Sie die Wartung getrennt kalkulieren müssen.
Abgerechnet wird bei BMD nach Paketen, Modulen und Benutzern. Das passt zu einem modularen System: Wer zunächst nur Finanzbuchhaltung braucht, beginnt klein und ergänzt später. Welche Bausteine es gibt, zeigt die Seite zu den BMD Modulen.
Öffentliche BMD Preise im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die Preise zusammen, die BMD öffentlich nennt. Es sind Einstiegswerte für klar abgegrenzte Pakete, keine Projektpreise.
| Angebot | Preis laut BMD | Bedingungen |
|---|---|---|
| FIBU Basispaket (Miete) | 56,16 € pro Monat | ein Benutzer, monatliche Wartung inklusive |
| Weiterer Benutzer im FIBU Basispaket | 17,16 € pro Monat | Mindestbindung 12 Monate |
| BMD Cloud | ab 43,00 € pro Benutzer und Monat | zuzüglich einmaliger Einrichtungskosten |
| BMD Consult II für Steuerberatungskanzleien (Miete) | 353,52 € pro Monat für den ersten Benutzer | zweiter Benutzer 62,70 € pro Monat |
| Anlagenbuchhaltung Kore (Einzelmodul) | 400,00 € | Webshop-Preis, scheinbar netto |
| Lead- und Kampagnenmanagement (Einzelmodul) | 900,00 € | Webshop-Preis, scheinbar netto |
| LEA Filialbetrieb (Einzelmodul) | 1 200,00 € | Webshop-Preis, scheinbar netto |
Zwei Hinweise zum Lesen der Tabelle. Erstens: Der Webshop nennt die Modulpreise offenbar ohne Umsatzsteuer, ausdrücklich bestätigt ist das aber nicht. Klären Sie das, bevor Sie Beträge in eine Kalkulation übernehmen. Zweitens: Die Mietpreise gelten für genau die genannten Pakete. Ein Unternehmen mit Warenwirtschaft, Lohn und Auftragsabwicklung kommt mit dem FIBU Basispaket nicht aus, und aus der Tabelle lässt sich kein Gesamtpreis hochrechnen.
Was das FIBU Basispaket aussagt – und was nicht
Das Basispaket deckt die Buchhaltung ab. Es zeigt gut, wie BMD preislich aufgebaut ist: ein Grundpreis für den ersten Benutzer, ein deutlich niedrigerer Betrag für jeden weiteren. Für kleine Betriebe, die vor allem ihre Finanzbuchhaltung digitalisieren wollen, ist das eine brauchbare Orientierung. Für ein ERP-Projekt mit Auftragsbearbeitung, Lager und Produktion ist es nur der Startpunkt. Mehr dazu in der Übersicht zur Buchhaltung und Finanzen in BMD.
Besonderheit Steuerberatung
BMD hat im Webshop einen eigenen Einstieg „Für Steuerberater" mit Paketen wie BMD-Consult I und II sowie Angeboten für die Wirtschaftsprüfung. Der genannte Mietpreis für BMD Consult II gilt für Kanzleien. Ein produzierendes Unternehmen oder ein Handelsbetrieb sollte ihn nicht als Maßstab nehmen. Gleichzeitig erklärt er, warum Ihr Steuerberater oft schon BMD kennt und Ihre Wahl beeinflusst.
Was die BMD Cloud kostet und was darin steckt
Die BMD Cloud läuft als SaaS: Sie brauchen eine Internetverbindung, der Zugang erfolgt per VPN oder Parallels Client, und ein eigener Server entfällt. Gehostet wird sie in einem Rechenzentrum von Telekom Austria in Linz. Plattform und Rechenzentrum sind nach ISO 27001 zertifiziert, und BMD nennt regelmäßige Backups, redundante Auslegung und das Gütesiegel Cyber Trust Austria Silver.
Im Preis steckt laut BMD, dass der Hersteller die Infrastruktur übernimmt und gesetzliche wie technische Updates automatisch einspielt. Die Cloud-Seite selbst nennt keinen Preis; der Einstiegswert ab 43,00 € pro Benutzer und Monat kommt aus der Informationsseite zu Miete und Kauf. Dazu kommen einmalige Einrichtungskosten, deren Höhe nicht veröffentlicht ist.
Ob die Cloud für Sie günstiger ist, hängt von Ihrer bisherigen IT ab:
- Eigener Server vorhanden: Rechnen Sie Strom, Hardware-Erneuerung, Backup, Administration und Absicherung gegen. Oft sind diese Kosten in der IT-Rechnung verstreut und werden unterschätzt.
- Kleine IT oder Steuerberater-Anbindung: Die Cloud spart Betriebsaufwand, und Updates laufen ohne Ihr Zutun.
- Viele Schnittstellen zu Fremdsystemen: Hier lohnt ein Blick darauf, wie die Anbindung in der Cloud umgesetzt wird. Mehr dazu unter Hosting und BMD Cloud und Schnittstellen.
Grundsätzliche Überlegungen zur Wahl zwischen Cloud und eigenem Betrieb finden Sie im Ratgeber Cloud-ERP oder On-Premise.
Was zu den Lizenzpreisen noch dazukommt
Wer nur Lizenz- oder Mietpreise vergleicht, sieht einen Teil der Kosten. Ein ERP-Projekt besteht aus mehr. Diese Posten sollten in jedem Angebot einzeln auftauchen:
- Einführung und Konfiguration. Analyse Ihrer Abläufe, Einrichtung von Mandanten, Konten, Kostenstellen, Berechtigungen. Der Aufwand hängt davon ab, wie viele Abteilungen und Standorte betroffen sind. Der Ablauf steht unter Einführung von BMD.
- Datenübernahme. Stammdaten, offene Posten, Salden, Artikel. Je sauberer die Altdaten, desto geringer der Aufwand. Siehe Migration zu BMD.
- Schnittstellen. Webshop, Bank, Zeiterfassung, Branchenlösungen, Kassa. In Österreich spielen dabei die Registrierkasse (RKSV) und die elektronische Rechnung eine Rolle, siehe E-Rechnung und ERP und Registrierkassenpflicht und ERP.
- Individualentwicklung. Alles, was die Standardfunktionen nicht abdecken. Je mehr Sie anpassen, desto höher werden spätere Update- und Wartungskosten. Mehr dazu in Individualentwicklung bei BMD.
- Schulung. Anwender in Buchhaltung, Einkauf, Vertrieb und Lohn brauchen unterschiedliche Inhalte. Siehe Schulung.
- Laufende Wartung und Support. Bei der Miete des Basispakets enthalten, bei anderen Konstellationen getrennt zu klären. Siehe Support und Wartung.
- Interner Aufwand. Ihre Mitarbeitenden binden Zeit für Tests, Entscheidungen und Datenprüfung. Dieser Posten steht in keinem Angebot, belastet aber Ihr Budget.
Den Einfluss der Branche sollten Sie nicht unterschätzen: Ein Handelsbetrieb mit Lager, ein Bauunternehmen mit Baustellenabrechnung und ein Fertiger mit Stücklisten brauchen unterschiedliche Module und damit unterschiedlich viel Konfiguration. Die Branchenlösungen von BMD geben einen ersten Überblick.
Wie Sie ein BMD-Angebot lesen
Ein brauchbares Angebot trennt klar zwischen wiederkehrenden und einmaligen Kosten. Prüfen Sie diese Punkte:
- Lizenz oder Miete: Steht der Betrag pro Benutzer, pro Paket oder pro Modul? Wie viele Benutzer sind eingerechnet, und was kostet ein zusätzlicher?
- Mindestlaufzeit: Beim Basispaket nennt BMD eine Mindestbindung. Fragen Sie, ob es das bei Ihrem Paket ebenfalls gibt und wie gekündigt wird.
- Cloud oder Eigenbetrieb: Sind Einrichtung, Backups und Updates enthalten, und wer trägt die Verantwortung, wenn etwas ausfällt?
- Leistungsbeschreibung: Ist der Umfang des Projekts in Modulen und Prozessen beschrieben oder nur als Pauschale?
- Abrechnungsart: Festpreis, Aufwand nach Stunden oder Mischform? Bei Aufwandsabrechnung brauchen Sie eine Obergrenze oder zumindest eine Schätzung mit Annahmen.
- Änderungswünsche: Wie werden Erweiterungen während des Projekts bewertet und freigegeben?
- Nach dem Start: Was kosten Support, Updates und weitere Schulungen im laufenden Betrieb?
Weil in Österreich die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater häufig über BMD läuft, sollten Sie außerdem klären, ob dessen Zugriff und Datenaustausch im Angebot berücksichtigt sind.
So behalten Sie das Budget im Griff
Preise lassen sich nur dann steuern, wenn der Umfang feststeht. Diese Schritte haben sich in der Praxis bewährt:
- Anforderungen schriftlich festhalten. Ein Lastenheft zwingt dazu, Muss- von Kann-Funktionen zu trennen. Eine Anleitung steht im Ratgeber zum ERP-Lastenheft.
- Klein starten. Beginnen Sie mit Finanzbuchhaltung und Anlagen, ergänzen Sie Lager, Vertrieb oder Lohn in späteren Schritten. Bei einem modularen System geht das, ohne alles neu aufzusetzen.
- Standard vor Sonderlösung. Jede Anpassung kostet einmal in der Entwicklung und danach bei jedem Update erneut.
- Pufferposten einplanen. Reservieren Sie einen Anteil für Unvorhergesehenes, benennen Sie ihn im Budget und geben Sie ihn nur nach Freigabe aus.
- Mehrere Angebote auf gleicher Basis einholen. Geben Sie allen Integratoren dasselbe Lastenheft und dieselbe Gliederung vor.
- Gesamtkosten über die Laufzeit rechnen. Vergleichen Sie Miete und Kauf nicht nach dem ersten Monat, sondern über den Zeitraum, in dem Sie das System nutzen wollen.
Wenn Sie ohnehin von einem anderen System wechseln, lohnt ein Blick auf die Alternativen zu BMD, um Kosten und Funktionsumfang gegenüberzustellen. Der Ratgeber ERP-Kosten gibt den Rahmen für ein produktunabhängiges Budget.
Wer das Projekt macht: der Integrator
Wir sind kein BMD-Partner und kein Hersteller. Unser Service ist kostenlos: Wir vermitteln Unternehmen an einen passenden Integrator, der das Projekt durchführt und das Angebot erstellt. Wie das abläuft, erklärt die Seite So funktioniert es. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, steht unter BMD-Integrator wählen.
Nennen Sie in Ihrer Anfrage Branche, Benutzerzahl, gewünschte Module und die Frage, ob Cloud oder eigener Betrieb in Frage kommt. Je genauer diese Angaben sind, desto belastbarer wird das Angebot – und desto weniger Überraschungen enthält die Rechnung am Ende.
Häufige Fragen
Was kostet BMD pro Monat?
Laut BMD kostet die Miete des Pakets FIBU Basispaket 56,16 € pro Monat inklusive monatlicher Wartung für einen Benutzer, jeder weitere Benutzer 17,16 € pro Monat bei einer Mindestbindung von 12 Monaten. Die BMD Cloud beginnt bei 43,00 € pro Benutzer und Monat zuzüglich einer einmaligen Einrichtung. Alle Angaben sind unverbindlich und können sich ändern.
Kann man BMD kaufen oder nur mieten?
Beides ist möglich. BMD bietet Kauf und Miete an, und die Finanzierungsform ist unabhängig davon, ob Sie in der BMD Cloud oder im eigenen Haus arbeiten. Für den Kauf nennt BMD eine zinsfreie Ratenzahlung über 12 Monate.
Sind Hosting, Updates und Wartung im Preis enthalten?
Bei der Miete des FIBU Basispakets ist die monatliche Wartung inbegriffen. In der BMD Cloud übernimmt BMD die Infrastruktur und spielt gesetzliche und technische Updates automatisch ein. Einführung, Schnittstellen, Anpassungen und Schulung stehen dagegen nicht in diesen Preisen und gehören ins Angebot des Integrators.
Veröffentlicht BMD den Preis für ein komplettes ERP-Projekt?
Nein. Öffentlich sind Mietpreise für einzelne Pakete, Cloud-Preise ab einem Einstiegswert und Preise einzelner Module im Webshop. Ein Gesamtpreis für BMD NTCS in Ihrer Konstellation entsteht erst nach der Klärung von Umfang, Benutzerzahl und Aufwand.
Wie vergleiche ich Angebote verschiedener BMD-Partner?
Verlangen Sie für alle Angebote dieselbe Gliederung: Lizenz oder Miete, Cloud oder Eigenbetrieb, Einführung, Datenübernahme, Schnittstellen, Individualentwicklung, Schulung und laufende Wartung. Nur so sehen Sie, ob ein günstiger Posten einen anderen verschiebt. Wir stellen den Kontakt zu passenden Integratoren her, das Projekt führt der Integrator.
Quellen
- BMD – Software mieten oder kaufen: Das sind die Optionen
- BMD Shop
- BMD – Cloud nutzen
- BMD – Buchhaltungssoftware
- BMD – Startseite
Die genannten Softwarenamen sind Marken der jeweiligen Hersteller und dienen ausschließlich der Information. Diese Website ist unabhängig und steht in keiner Verbindung zu den Herstellern.